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17 Articles

Posted by Juergen Ladrick on

Manchmal

Manchmal traeume von Ferne,
denn alles ist so nah
Hab Sehnsucht nach der Leere,
und gelangweilt von so viel Übermass

Auf der Suche nach dem Ort,
an dem ich sein kann und bin
Der nichts hat, was ich schon habe
Wo Antworten sind, die ich nur frage

Manchmal ringe ich nach Worten,
dabei fehlt mir die Luft
Kämpfe mit mir selbst und anderen
ein manchmal einsam,
stinkender Duft

Manchmal fliehe ich vor Menschen,
sie haben nichts was ich begehr
Hab Sehnsucht nach Geschichten, Leben
und vieles mehr

Auf der Suche nach dem Frieden,
Ganz egal wo ich auch bin
Gibt mir die Ruhe,
Innen und nach Aussen,
meinen Leben einen Sinn

Manchmal träume ich von der Liebe,
stark, uneingeschränkt und wild
Ein einsames Blatt im Wind,
wo keine Probleme,
nur Gefuehle sind

Auf der Suche nach der Strasse,
steinig und ohne Ziel
Mit Hoffen, Schmerz und Gefühl,
segle ich mein Boot des Lebens,
und hoffe immer
mit einer Hand breit Wasser unterm Kiel

Juni 2019

Posted by Juergen Ladrick on

Does she knows

Her eyes colored like the seven seas,
let me dream and fly away
Her lips, the beautiful smile and even what she say,
will raise the morning sun and make my day
What are all the million kisses worth,
if i could get only one from her

The delicate smell of her skin,
is like going through a summer flower field
Her softly hands are touching my soul,
i could say so much more
but they will be hidden in my mind
and she will never know


for M. April 2019

Posted by Juergen Ladrick on

Verdient

Benutzt und lieblos weggeworfen. Ich fühlte mich schmutzig, traurig und wütend. Wie konnte Sie mir dies nur antun. Ich, der Frauen liebte, benutzte und betrog. Nun wurde ich mit meinen eigenen Waffen geschlagen. Es tat weh, fürchterlich. Jede Sekunde die ich an Sie dachte, machte mich verwundbarer. Ein Schmerz tief in mir, wie ein goldverzierter Dolch einer Betrogenen, der sich langsam durch das Fleisch in meine Mitte bohrt.

Ich hasste Sie und vielmehr, ich hasste mich. Wie konnte ich ihr so einfach in die Falle gehen. Ihre Zeichen waren nicht verstellt, erkennbar. Ich fühlte mich beschämt, erschöpft und leer.

Sie spielte mit mir, machte mich unvorsichtig. Ich öffnete mein Herz und sie schlich sich hinein. Innerlich war ich zerfetzt, wie die Eingeweide des heroische Soldaten, der sich mit seinem Körper auf eine detonierende Granate wirft. Ich war fertig mit dieser Welt und allen Frauen.
Mit der schwersten Frage, geschrieben auf meiner Stirn, lag ich betrunken in einer nach Urin stinkenden Gasse.
Habe ich es verdient? Vermutlich…

Posted by Juergen Ladrick on

Tränen der Einsamkeit

Ich schliesse meine Augen. Tränen laufen über mein Gesicht. Unaufhaltsam, wie die römischen Streitwagen der Gladiatoren, die tosend über die zerschmetterten Körper der Erschlagenen rollen. Und genauso fühle ich mich. Ich war noch nie so einsam. Und dieser Ozean der Einsamkeit schmeckt verdammt salzig und brennt auf der Seele. Ich kann nicht atmen, der Schmerz zieht mich tief hinab, in das düstere Nichts.
Ein Getriebener, auf der Suche.
Was ich will, kann ich nicht haben und was ich hab, füllt mich nicht aus. Der Wein, er hilft, mich zu betäuben.
Er lindert meinen Schmerz mit jedem Glas,
verblasst mehr und mehr.
Jedoch ist dies auch nur eine Lüge, wie der Orgasmus einer Hure.
In ein paar Stunden ist alles wie beim Alten…und ich verloren, nach wie vor.

April 2019

Posted by Juergen Ladrick on

Diese Eine

Ich traf die eine
unglaublich, wunderschön
Ihre zarte Hand riss
das Herz aus meiner Brust
Stück für Stück und ohne Gnade
liegt es da und schlägt nicht mehr
in einer Lache aus Salz und Wein
das schwarze Nichts in mir
fühl mich taub und unendlich leer
pochend meine Schläfen
betrunken hinter meiner Stirn
stopfe ich das Loch verzweifelt
mit den Weibern dieser Welt
Und weiss doch ganz genau
ich wollt nur diese eine Frau

April 2019

Posted by Juergen Ladrick on

Ahnengesang

Sei gegruesst, Schwester des Mondes
Sei auch du gegruesst Bruder der Nacht

Wir rufen euch,
unerbitterlich kaempfen wir

im Getuemmel der Schlacht
Lachend erwarten wir den Tod

und betreten danach die grosse Halle
sehen unsere Ahnen wieder

und wenn man einst von unseren Taten singt
Ruhm und Ehre durch die Halle klingt

Fleisch zu Fleisch und Blut zu Blut
So trauert nicht um uns
So trauert nicht um uns

Posted by Juergen Ladrick on

Sterben

Viele Gesichter keine Freunde
laute Schreie tief in mir
kein einz`ges Licht
im tiefen Dunkeln
nur Augen, die da gierig funkeln
tun mir weh, mein Herz zerbricht
sterben einfach sterben
hier und heute
hier und jetzt

Erinnerungen an mich verschwinden
sie hatten sowieso kein Wert
die Trauer frisst mein Glück
es ist bald alles aufgezehrt
meine Seele ist so traurig
überschwemmt von einer Flut
mein letzter Atem, letzter Zug
schließlich nehm ich all mein Mut
sterben einfach sterben
hier und heute
hier und jetzt

ich will nicht und ich kann nicht mehr
mein Puls im Kopf, er pocht im Arm
langsam schließ ich meine Augen
ich spür es feucht, noch bin ich warm
das Letzte was mit mir geschieht
verbrannt, der Rest der übrig blieb
sterben einfach sterben
hier und heute
hier und jetzt
Sep 2015

Posted by Juergen Ladrick on

Und Sie sagt

Nun liegt Sie hier in ihrer Not
der Blick ist still schweift in die Ferne
erwartet tapfer ihren Tod
sie sieht mich an mit feuchten Augen
hält zitternd aus den Wahnsinns Schmerz
kann ihr nicht helfen verlier den Glauben

und sie sagt
Wenn ich auch einst nicht mehr hier weile
heute gebe ich dir diesen einen Rat
geniess das Leben, sei immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag

lächelnd hält Sie meine Hand
ihr Körper nur noch Haut und Knochen
trostlos und kein weitres Hoffen
macht sich bereit fürs Lebewohl
in meinem tiefsten Inneren
bin ich zerbrochen

und sie sagt
Wenn ich auch einst nicht mehr hier weile
heute gebe ich dir diesen einen Rat
geniess das Leben, sei immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag

Und als ihre letzte Stunde schlägt
und sie mich kraftlos zu sich zieht
Mein Atem stockt ist kalt wie Eise
Sie bäumt sich auf und haucht ganz leise

Wenn ich auch einst nicht mehr hier weile
heute gebe ich dir diesen einen Rat
geniess das Leben, sei immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag

Ich streichle sanft ihr übers Haar
und urplötzlich wird`s mir kristallklar
ich umarme Sie flüstere ihr ins Ohr
und sag

Wenn du auch einst nicht mehr hier weilst
heute nehm ich diesen einen Rat
geniess mein Leben, bin immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag

Jahre später schweren Herzens
schaue ich in die Sternennacht
du bist da an jenem Orte
und denke täglich an die Worte

Wenn ich auch einst nicht mehr hier weile
heute gebe ich dir diesen einen Rat
geniess das Leben, sei immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag
Sep 2015

Posted by Juergen Ladrick on

Blind

Draussen ist es dunkel,
leuchtende Gesichter vertieft

I Like it ist wichtiger als ein Gespräch
Man nimmt sich keine Zeit

Zu sehen und zu handeln
Das Ergebnis,
nichts mehr als Oberflächlichkeit

Hilfe ist ein zu seltenes Gut
Hilflosigkeit dagegen täglich

sozial blind und zu sehr mit sich beschäftigt
2015

Posted by Juergen Ladrick on

Gescheitert

Von Außen eine Fassade,
Innerlich jedoch zerstört
Gelähmt versuche ich den Rest
Stein um Stein zu halten
Was einst mir gehört

Wo einst war, was ich liebte
Ist jetzt nur dieser Schmerz
Sinke langsam tiefer
In das Meer aus Wein
Und betäubt den Teil
Der aus den Fugen glitt
Was früher fester Boden
Ist heute nur noch Shit

Suche keinen Trost im Spiel
Befreundet mit der Einsamkeit
Fühle eine Art Demenz
Schwer zu handeln, kann nicht denken
Mein Spiegelbild,
eine gescheiterte Existenz

Vielleicht ist irgendwann
Meine Sicht der Dinge
aus ner anderen Perspektive
Und die Melodie auf meiner Pfeife
Stimmt dann einen anderen Ton
Doch hier und jetzt bin
ich gefangen in meiner Lethargie

Sept 2014