Juergen Ladrick


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Und Sie sagt

Nun liegt Sie hier in ihrer Not
der Blick ist still schweift in die Ferne
erwartet tapfer ihren Tod
sie sieht mich an mit feuchten Augen
hält zitternd aus den Wahnsinns Schmerz
kann ihr nicht helfen verlier den Glauben

und sie sagt
Wenn ich auch einst nicht mehr hier weile
heute gebe ich dir diesen einen Rat
geniess das Leben, sei immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag

lächelnd hält Sie meine Hand
ihr Körper nur noch Haut und Knochen
trostlos und kein weitres Hoffen
macht sich bereit fürs Lebewohl
in meinem tiefsten Inneren
bin ich zerbrochen

und sie sagt
Wenn ich auch einst nicht mehr hier weile
heute gebe ich dir diesen einen Rat
geniess das Leben, sei immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag

Und als ihre letzte Stunde schlägt
und sie mich kraftlos zu sich zieht
Mein Atem stockt ist kalt wie Eise
Sie bäumt sich auf und haucht ganz leise

Wenn ich auch einst nicht mehr hier weile
heute gebe ich dir diesen einen Rat
geniess das Leben, sei immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag

Ich streichle sanft ihr übers Haar
und urplötzlich wird`s mir kristallklar
ich umarme Sie flüstere ihr ins Ohr
und sag

Wenn du auch einst nicht mehr hier weilst
heute nehm ich diesen einen Rat
geniess mein Leben, bin immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag

Jahre später schweren Herzens
schaue ich in die Sternennacht
du bist da an jenem Orte
und denke täglich an die Worte

Wenn ich auch einst nicht mehr hier weile
heute gebe ich dir diesen einen Rat
geniess das Leben, sei immer glücklich
hier und heute, Tag um Tag
Sep 2015

Posted by Juergen Ladrick on

Blind

Draussen ist es dunkel,
leuchtende Gesichter vertieft

I Like it ist wichtiger als ein Gespräch
Man nimmt sich keine Zeit

Zu sehen und zu handeln
Das Ergebnis,
nichts mehr als Oberflächlichkeit

Hilfe ist ein zu seltenes Gut
Hilflosigkeit dagegen täglich

sozial blind und zu sehr mit sich beschäftigt
2015

Posted by Juergen Ladrick on

Du

Mit geschlossenen Augen,
weine ich in die Nacht
Suche nach der Stimme, einem Stern
ich bin alleine und du so fern

Schritt um Schritt,
komme ich dir naeher
Ein Gefuehl treibt mich voran,
das in Zeit und Raum irgendwer
mich liebt, mich sucht
Eine, diese Stimme, die mich ruft

Der Gedanke vertreibt die Nacht,
entfacht mein Innerstes mit Licht
Gaensehaut umarmt mein Wesen,
hab keinen Namen, kein Gesicht

Nie zu wissen, wer du bist,
kaempfe ich gegen die Zeit
Frag die Sterne um ihren Rat
unerschuetterlich glaube ich
dass es dich gibt
und wandle auf dem Pfad

Mar 2015

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Gescheitert

Von Außen eine Fassade,
Innerlich jedoch zerstört
Gelähmt versuche ich den Rest
Stein um Stein zu halten
Was einst mir gehört

Wo einst war, was ich liebte
Ist jetzt nur dieser Schmerz
Sinke langsam tiefer
In das Meer aus Wein
Und betäubt den Teil
Der aus den Fugen glitt
Was früher fester Boden
Ist heute nur noch Shit

Suche keinen Trost im Spiel
Befreundet mit der Einsamkeit
Fühle eine Art Demenz
Schwer zu handeln, kann nicht denken
Mein Spiegelbild,
eine gescheiterte Existenz

Vielleicht ist irgendwann
Meine Sicht der Dinge
aus ner anderen Perspektive
Und die Melodie auf meiner Pfeife
Stimmt dann einen anderen Ton
Doch hier und jetzt bin
ich gefangen in meiner Lethargie

Sept 2014

Posted by Juergen Ladrick on

Allein

Nun wieder allein in jedem Augenblick
Starre auf mein einsames Glas Wein
Vermisse die Vertrautheit, die Gespräche, Kein Thema war zu weit
in jedem Wort steckte Ehrlichkeit

Du gingst durch diese Tür
und nahmst mich mit
Der klägliche Rest meiner selbst
der sitzt nun hier
Das Lachen fällt mir schwer

Mein Blick verschwimmt
Ich schließe meine Augen
Zur Zeit kreisen die Gedanken
Kreaturen die an mir saugen
Nichts als Leere und es kommt
ein neuer scheiss Tag

Der Tiefpunkt scheint noch nicht erreicht
Nichts läuft in den Bahnen
Die ich einst für geordnet hallt
Mehr als hart und wie im Loop
Schlage ich auf den Asphalt
Jeden einzelnen Tag

Sept 2014

Posted by Juergen Ladrick on

Alt

Fasziniert von diesem Look
Gebe ich ihr meinen Kuss
Die Augen trüb, der Atem flach
der Schmerz zu groß, der Drang zu stark,
Das ist Weil ich nachgeben muss

Ich berühre dein nacktes Fleisch
Ich zspiel mit dir
Unnatuerlich zart und weich
Ich spiel mit dir
Das Blut in meine Adern kocht
Der Saft in meinem Schlagbaum pocht

Dein Körper duftet, macht mich wild
Meine Zunge gleitet,
schmeckt nicht mild
Was früher feucht ist heute trocken
Zitternd führst du mich und lässt mich hoffen

Der Kopf, er läuft blutleer
Der Schaft er schmerzt zu sehr
Ich komm zu schnell
kanns nicht mehr halten
Du bäumst dich auf,
und grosses Seufzen
Ein letztes Mal,
dann ist es aus

Sept 2014

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Sie

schaue in leuchtenden Augen,
so klar und wunderschön
Folge ihren Lippen,
jedes Wort wie eine Melodie

Will nur einen einzigen Blick
nur ein kurzes Lächeln
vielleicht ein Kuss

Dann wird aus meiner,
ach so kleinen grauen Welt
eine mit Farben und unendlicher Musik…
31.08.2014

Posted by Juergen Ladrick on

Falsch

Unzufriedenheit in ihrem Fleische,
Nie erreicht was mal gewollt
Lächeln auf den grünen Lippen
Reichen dir den Kelch
voll gefüllt mit Heuchelei
Wahrheit ist kein Gut von Ihnen
Böses Spiel zu guten Mienen

Ihre Blicke, sie ziehen an Dir vorbei
verletzen, lügen und betrügen
hinter der Fassade
reichlich fließt das Gift
Wird es Zeit zu gehn?
das sind die Dinge, die Ihnen liegen
Bleibe Stehen und warte ab
du wirst dich Siegen sehen

Sie drehen deine Worte
so dass auch du sie nicht erkennst
Genieß mit Vorsicht ihre Liebe
Dein Lohn, kein Kuss auf deiner Stirn
fiese Tritte, derbe Hiebe
Steh auf und halt die Wange hin

Spiele das Spiel nach ihren Regeln
hinterhältig, falsch in jedem Zug
Unverdautes drängt nach außen
ähnlich dein Gefühl
Tief der Atem, kristallisiert

Treu bist du dir und deinesgleichen
gehst den Steinigen
durch dick und dünn
doch jede Zeit hat auch ihr Ende
was bleibt ist die Erinnerung
Blick in die Zukunft
dreh dich nicht um

Eines Tages, irgendwann
wird der Spiegel Richter sein
mit voller Wucht, wie ein Orkan
der Lohn den sie verdienen
wird um so schmerzvoller sein
kein aufrechter Gang denn
sie kriechen ihr Leben lang

15.01.2013

Posted by Juergen Ladrick on

Der Tag

Einsamkeit besucht mich spät und kalt ihr Atem ist.

Ach wenn ich nur wüsste, was ich dagegen zu setzen vermag.

Trauer besucht mich nachts und schmerzvoll ist ihr Kuss.

Ach wenn ich nur wüsste, was ich dagegen zu setzen vermag.

Doch plötzlich kommt der Morgen, ein Lichtstrahl mich umarmt.

Dann weiss ich, wers vermag.

Alles ist verflogen und vergessen.

Ein neuer wunderschöner Tag

15.09.2010

 

Posted by Juergen Ladrick on

Erinnerung

Der Blick in ihren Augen,
verriet mir alles.
Zu wissen wann es ist,
ist eine schwere Bürde.

Der Ausdruck in ihrem Gesicht,
ich las wie in einem Buch.
Zu Fühlen wie es ist,
kann schrecklicher nicht sein.

Sie flüsterte mir ins Ohr,
Worte die ich nicht verstand.
Zu schwach für einen Ton,
kaum noch Kraft zum Atmen.

Ein letztes Mal sah ich Sie an diesem Tag,
hörte ihre Stimme und streichelte Sie.
Traurig blicke ich zurück,
tief in meinem Herzen, als Erinnerung.
08.09.2010